Recht auf Belegeinsicht

Dem Mieter steht ein Recht auf Einsicht in die Belege zu, auf denen die Nebenkostenabrechnung basiert. Wird nach dem Zugang der Nebekostenabrechnung Einsicht in die Belege gefordert, wird eine etwaige Nachzahlung erst fällig, wenn der Mieter Einsicht in die Belege nehmen konnte. 

Der Vermieter kann seiner Pflicht nachkommen, indem er dem Mieter Termine zur Einsichtnahme nennt. Einen solchen Termin kann auch ein Stellvertreter des Mieters wahrnehmen und es ist grundsätzlich erlaubt dabei Fotos der Belege zu machen. Lässt der Mieter ihm genannte Termine verstreichen oder vereitelt er die Einsicht auf anderem Wege, muss er die Nachzahlung auch ohne Einsichtnahme innerhalb der üblichen 30 Tage begleichen.

Sollte diese Form der Einsichtnahme aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Mieter und Vermieter nicht oder nur schwer möglich sein, kann der Mieter den Vermieter darum bitten, ihm die Belege der Abrechnung in Kopie zuzuschicken. Der Anspruch auf Belegeinsicht ist nicht auf die Übersendung der Originalbelege gerichtet. Bei Verlangen von Kopien besteht grundsätzlich eine Kostenerstattungspflicht des Mieters.