Grundsatz der Wirtschaftlichkeit

Nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit soll der Vermieter ein vernünftiges Kosten-Nutzenverhältnis verfolgen. Dabei bleibt ihm ein Entscheidungsspielraum, in dem er nach eigenem Ermessen handeln kann.
Der Vermieter kann daher keine sinnlosen oder nicht erforderlichen Kosten auf den Mieter umlegen. Die Erforderlichkeit der Kosten hängt von Charakter, Lage, baulichen Gegebenheiten und Nutzungszweck des Mietobjekts ab. Die Höhe der der angemessen Kosten muss einer ordentlichen Geschäftsführung entsprechen. Das ist nicht der Fall, wenn der Vermieter marktunübliche, überhöhte Entgelte mit Dritten vereinbart oder Mehrkosten durch willkürlich überhöhte Kapazitäten entstehen . Das bedeutet jedoch nicht grundsätzlich, dass der Vermieter den günstigsten Anbieter wählen muss, sondern dass ein angemessenes Verhältnis zwischen Preis und Leistungsinhalt bestehen muss.

Der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz kann vertraglich nicht ausgeschlossen werden. Die Vertragsparteien können jedoch Einzelmaßnahmen vereinbaren, die höhere Kosten verursachen aber gebrauchswerterhöhend sind.
Ein Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot stellt häufig eine Pflichtverletzung einer vertraglichen Nebenpflicht dar. Der Mieter hat in diesem Fall einen auf Freistellung gerichteten Schadensersatzanspruch.